Die sechste iGaming Germany Konferenz 2026 rückt näher und setzt Impulse für den deutschen Markt
Die sechste Ausgabe der iGaming Germany Konferenz findet am 21. und 22. Mai 2026 in München statt und versammelt Operatoren, Juristen, Compliance-Spezialisten sowie Technologieanbieter, die gemeinsam die Weiterentwicklung des regulierten Glücksspielmarktes in Deutschland erörtern. Organisatoren haben bereits im Vorfeld angekündigt, dass der Fokus auf Themen wie Kanalisierung, regulatorischer Feinabstimmung, Spielerschutz und langfristiger Marktnachhaltigkeit liegt, weil der nächste Überprüfungszyklus des Glücksspielstaatsvertrags unmittelbar bevorsteht. Branchenvertreter sehen in diesem Treffen eine Plattform, auf der konkrete Handlungsoptionen für die kommenden Jahre entwickelt werden können. Experten von Hambach & Hambach Rechtsanwälte sowie der Universität Wien weisen darauf hin, dass der Dialog zwischen Aufsichtsbehörden und Marktteilnehmern entscheidend ist, um das legale Angebot gegenüber illegalen Anbietern wettbewerbsfähiger zu gestalten. Während der zweitägigen Veranstaltung stehen Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops auf dem Programm, die aktuelle Daten zur Marktentwicklung sowie praktische Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern einbeziehen. Die Veranstaltung hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich an Bedeutung gewonnen, da sie gezielt die Schnittstellen zwischen Recht, Technik und Verbraucherschutz beleuchtet.Schwerpunktthemen der diesjährigen Agenda
Im Mittelpunkt stehen vier Kernbereiche, die während der Konferenz vertieft werden. Die Kanalisierung des Marktes bildet dabei einen zentralen Punkt, weil aktuelle Erhebungen zeigen, dass ein erheblicher Anteil der Spielaktivität noch immer über nicht regulierte Kanäle läuft. Regulatorische Verfeinerungen werden anhand konkreter Anpassungsvorschläge diskutiert, die auf Erfahrungen aus der ersten Implementierungsphase des Staatsvertrags aufbauen. Spielerschutzmaßnahmen stehen ebenfalls im Fokus, wobei technische Lösungen für Altersverifikation und Einzahlungslimits vorgestellt werden.
Marktnachhaltigkeit bildet den vierten Schwerpunkt, denn langfristige Stabilität erfordert ausgewogene Rahmenbedingungen, die sowohl für Anbieter als auch für Spieler kalkulierbar bleiben. Fachleute erläutern anhand von Modellrechnungen, wie sich unterschiedliche Regulierungsszenarien auf Steuereinnahmen und Beschäftigung auswirken könnten. Die Kombination dieser Themen schafft eine ganzheitliche Betrachtung, die über reine Einzellösungen hinausgeht und systemische Zusammenhänge in den Blick nimmt.
Stimmen aus der Branche und akademischen Einrichtungen
Vertreter von Hambach & Hambach Rechtsanwälte bringen ihre langjährige Expertise im Glücksspielrecht ein und erläutern aktuelle Gerichtsentscheidungen sowie deren Auswirkungen auf die Praxis. Parallel dazu präsentieren Wissenschaftler der Universität Wien Forschungsergebnisse, die den Einfluss regulatorischer Maßnahmen auf das Verhalten von Spielern untersuchen. Diese Kombination aus juristischer und empirischer Perspektive ermöglicht es den Teilnehmern, sowohl rechtliche als auch verhaltenswissenschaftliche Aspekte gemeinsam zu betrachten.

Die Veranstaltung bietet zudem Raum für bilaterale Gespräche, in denen Operatoren und Technologieanbieter konkrete Lösungsansätze austauschen. Networking-Sessions sind bewusst in den Ablauf integriert, damit neue Kooperationen entstehen können, die später in gemeinsame Projekte münden. Bisherige Teilnehmer berichten, dass gerade diese informellen Kontakte oft zu praktischen Verbesserungen im Compliance-Bereich führen.
Verbindung zum Glücksspielstaatsvertrag und europäischen Entwicklungen
Da die nächste turnusmäßige Überprüfung des Interstate Treaty on Gambling ansteht, dient die Konferenz auch als Vorbereitungsforum. Vertreter verschiedener Bundesländer nutzen die Gelegenheit, um aktuelle Positionen vorzustellen und Rückmeldungen aus der Praxis einzuholen. Gleichzeitig werden Entwicklungen in anderen EU-Staaten vorgestellt, um mögliche Synergien oder Abweichungen frühzeitig zu erkennen. Dadurch entsteht ein breiteres Verständnis dafür, wie nationale Regelungen mit europäischen Vorgaben in Einklang gebracht werden können.
Branchenbeobachter verweisen darauf, dass ein enger Austausch zwischen allen Beteiligten dazu beiträgt, regulatorische Lücken zu schließen und gleichzeitig Innovationen im legalen Sektor zu fördern. Die Konferenz liefert hierfür eine strukturierte Plattform, auf der sowohl kritische als auch konstruktive Beiträge Platz finden.
Fazit
Die iGaming Germany 2026 bietet mit ihrem Termin im Mai in München eine zentrale Gelegenheit, aktuelle Herausforderungen des deutschen Glücksspielmarktes systematisch zu adressieren. Durch die Beteiligung von juristischen Experten, Wissenschaftlern und Praktikern entsteht ein umfassendes Bild der notwendigen Schritte, um den legalen Markt weiter zu stärken. Die Ergebnisse der Veranstaltung werden voraussichtlich in die bevorstehenden Beratungen zum Glücksspielstaatsvertrag einfließen und damit mittel- bis langfristig die Rahmenbedingungen für alle Marktteilnehmer mitgestalten.